Mützen kaufen ist bei mir immer ein mittleres Desaster. Dass ich nicht so viele finde, die mir gefallen, ist sicher nicht außergewöhnlich, aber: ich bin ja keine von denen, die immer super aussehen und nur damit kokettieren, dass ihnen “GAR NICHTS” steht. Wenn ich mit anderen Menschen nach Mützen stöbern gehe und welche aufsetze, sagt auch die Begleitperson in 99% der Fälle: no, you can’t. Deshalb habe ich im Moment einen Hut, der zwar den Kopf warmhält, nicht aber die Ohren, und eine abgeranzte Mütze zum Skifahren (mit der man aber auf keinen Fall rumlaufen kann). Durch mein schmales Gesicht und den ausgeprägten Hinterkopf sehe ich leicht aus wie Marge Simpson oder ein Alien. Gestern dann blies ein fieser Wind durch unser schönes München und ohne Mütze taten mir nach ein paar Minuten mächtig die Ohren weh. Eine Mütze musste dringend her. Ich hab etwa eine Million Mützen auf- und wieder abgesetzt, irritierte Blicke und Vetos geerntet und schließlich eine Mütze gefunden, die durchaus in Frage kam. Da ich mein Glück nicht fassen konnte, bin ich zu einem Verkäufer hin und hab ihn nach seiner Meinung gefragt. Er fand die Mütze “scho lässig”. Auf bayerisch heißt das, ich sah umwerfend aus und er konnte es gar nicht fassen. Das konnte ich auch aus dem anschließenden Satz ablesen: “No lässiger wär’s, wenn’st dei Hoor no wochsen lossn dätst”. Ich lag innerlich am Boden und hab die Mütze gekauft